Aktuelles Programm

 

 

 

Oktober 2026

 

 

Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 20 Uhr

Kino-Center · Vor dem Kremper Tor 5 · Neustadt

Vaterland

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt der Literaturnobelpreisträger und Exilant Thomas Mann (Hanns Zischler) erstmals in sein zerstörtes Heimatland zurück. Gemeinsam mit seiner Tochter Erika (Sandra Hüller), Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin, reist er durch ein Deutschland in Trümmern. Die Route führt von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis nach Weimar, das unter sowjetischer Kontrolle steht. Anlass der Reise ist ein Goethe-Jubiläum. Auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze erhofft man sich von Mann Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung. Er wird von Wagner-Erben hofiert, von literarisch versierten Generälen empfangen und auch beschimpft. Inmitten dieser Erwartungen und Zuschreibungen entwickelt sich leise mit dem Tod von Klaus Mann das Drama seiner eigenen Familie.

Regie: Paweł Pawlikowski · Polen, Deutschland, Italien, Frankreich 2026 · 82 Minuten

 

 

November 2026

 

Let’s Dok: Das KoKi Neustadt beteiligt sich mit zwei Filmen  an den bundesweiten Dokumentarfilmwochen 2026

Mittwoch, 4. November 2026, um 20 Uhr

Kino-Center  Vor dem Kemper Tor 5 . Neustadt

Eine Krankheit wie ein Gedicht

Der Vater von Jelena Ilic´ befindet sich seit fünf Jahren in der forensischen Psychiatrie und soll entlassen werden. Die Tochter möchte ihn auf seinem Weg zurück in die Gesellschaft begleiten. Trotz widerstrebender Gefühle. Da sind Ängste vor seinen Ausbrüchen, wenn er unberechenbar und gewalttätig wird, da ist aber auch die Liebe zum Vater und die Bewunderung für den Künstler, der mit Fotografie, Malerei, Zeichnung und Skulpturen versucht, sich auszudrücken. Wie wird die erste Begegnung mit ihm sein, wie wird er zurechtkommen? Auf berührende Weise lässt die Filmemacherin Jelena Ilic`die Zuschauer an diesem gemeinsamen Weg teilhaben.

Regie: Jelena Ilic´ . Deutschland 2026 . 81 Minuten

 

Dienstag, 10. November 2026, um 20 Uhr

Kino-Center . Vor dem Kemper Tor 5 . Neustadt

Salz und Wasser

Ines Reinisch kommt zur LetsDok-Vorführung ihres Dokumentarfilm „Salz und Wasser“.  Die Filmemacherin ist an Bord des legendären Forschungseisbrechers Polarstern gegangen, um die Arbeit der WissenschaftlerInnen zu begleiten. In der fast unwirklichen Welt der Antarktis erforschen sie die Zukunft des mächtigen Zirkumpolarstroms. Sollte er sich aufgrund der globalen Erderwärmung südwärts verlagern, bringt er warmes Wasser an die Küste der Ostantarktis. Sollte die Ostantarktis komplett schmelzen, wäre ein globaler Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 52 Metern die Folge. Im Anschluss an den Film ist Ines Reinisch diskussionsbereit.

Regie: Ines Reinisch . Deutschland 2026 . 110 Minuten

 

 

Mittwoch, 25. November 2026, um 20 Uhr

Kino-Center · Vor dem Kremper Tor 5 · Neustadt

Staatsschutz

Die frisch examinierte Staatsanwältin Seyo Kim (Chen Emilie Yan) tritt ihre erste Stelle an und wird Opfer eines rassistischen Brandanschlages. Sie überlebt nur knapp und entscheidet sich, in diesem Fall selbst zu ermitteln. Doch statt auf Aufklärung stößt sie in den „eigenen Reihen“ auf eine Mauer des Schweigens: Oberstaatsanwalt Forch (Arnd Klawitter) bagatellisiert die Tat. Gegen die ausdrückliche Weisung und erbitterten Widerstand der eigenen Behörde nimmt Seyo den Kampf gegen den scheinbar übermächtigen Justizapparat auf. In einem Klima des Misstrauens findet sie in der Anwältin Alexandra Tiedemann (Julia Jentsch) und ihrer Freundin Ayten Alican (Alev Irmak) zwei Verbündete.

Regie: Faraz Shariat . Deutschland 2026 · 113 Minuten

 

Dezember 2026

 

Dienstag, 8. Dezember 2026, um 20 Uhr

Kino-Center · Vor dem Kremper Tor 5 · Neustadt

Verflucht normal

John Davidson (Scott Ellis Watson) wächst in einer schottischen Kleinstadt Anfang der 1980er Jahre auf und entwickelt mit zwölf Jahren ausgeprägte Nerventicks. Was erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostiziert wird, bestimmt fortan seinen Alltag. Weder im schulischen Umfeld noch im eigenen Zuhause gelten die unkontrollierten Bewegungen und spontanen Ausrufe als medizinische Symptome, stattdessen reagiert man mit Spott oder Strafen. Eine zufällige Begegnung mit der Krankenschwester Dottie (Maxine Peake) verändert seine Situation. Sie begegnet ihm mit Verständnis, nimmt ihn in ihre Familie auf und vermittelt ihm eine Anstellung beim Hausmeister (Peter Mullan) im Gemeindezentrum. Als Erwachsener macht sich Davidson für die Aufklärung über das Tourette-Syndrom stark und wird 2019 von der englischen Königin mit dem Member of the Most Excellent Order of the British Empire ausgezeichnet. Das KoKi zeigt „Verflucht normal“ in Kooperation mit dem Förderkreis Kinderzenrum Pelzerhaken..

Regie: Kirk Jones . Großbritannien 2026 . 121 Minuten    

 

Mittwoch, 30. Dezember 2026, um 20 Uhr

Kino-Center · Vor dem Kremper Tor 5 · Neustadt

Superbuhei

Der „Superbuhei“ ist ein Supermarkt in Hannover-Langenhagen. Er ist kein typischer Supermarkt. Statt einer Bäckerei gibt es dort eine Bar namens „Klaus Meine“. Täglich sitzen ein paar Alkoholiker den ganzen Tag an der Theke und hören die immergleichen Scorpion-Songs aus den Lautsprechern. „Klaus Meine“ gehört Jesse Bronske (Oliver Korittke), der ein Leben der absoluten Durchschnittlichkeit führt: Zwischen Fertiggerichten, seiner von Quizshows begeisterten Ehefrau Mona und seiner Kneipe scheint der Alltag in festen, alkoholgetränkten Bahnen zu verlaufen. Doch die Fassade bröckelt, als Jesse überzeugt ist, nachts einem Einbrecher gegenüber gestanden zu haben. Als dann auch noch ein Anwaltsbrief des echten Klaus Meine die Existenz seiner Bar bedroht, verschwimmen Realität und Wahnvorstellung. Gibt es einen mysteriösen Doppelgänger, der ihm Schritt für Schritt sein Leben stehlen will? Die Groteske „Superbuhei“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sven Amtsberg, der zur KoKi-Vorstellung kommen wird.

Regie: Josef Brandl . Deutschland 2026 . 107 Minuten